Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl 2026

Veröffentlicht am 23.10.2025 in Ortsverein

SPD Mitterteich tritt zur Kommunalwahl ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten an
2. Bürgermeister Johann Brandl führt zwanzigköpfige Kandidatenliste zur Stadtratswahl an. Fünf Frauen und 15 Männer kandidieren, ausgewogene Liste aus allen Schichten

Mitterteich. (jr) Erstmals seit vielen Jahrzehnten verzichtet die SPD Mitterteich auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten bei der anstehenden Kommunalwahl am 8. März. „Wir haben keinen Kandidaten, der diese Amt anstreben möchte“, sagte Ortsvorsitzender und 2. Bürgermeister Johann Brandl, der selber für dieses Amt nicht zur Verfügung steht. „Natürlich waren wir auf der Suche, aber all die Personen, die wir in Erwägung zogen und durchaus geeignet gewesen wären, haben abgelehnt“, sagte Brandl. Die Liste mit den zwanzig Kandidaten wurde in geheimer Wahl einstimmig genehmigt. Fünf Frauen und 15 Männer bewerben sich für die SPD um ein Stadtratsmandat. 

Ortsvorsitzender Johann Brandl stimmt mit einer Grundsatzrede auf den bevorstehenden Kommunalwahlkampf ein. „Ich bin nun seit 24 Jahren Stadtrat und 18 Jahre im Kreistag, in denen ich mich für das Wohl der Mitterteicher Bürger eingesetzt habe. Wir, vor allem diejenigen die in den vergangenen Jahren im Stadtrat mitwirkten wissen, wie schwer es oftmals gegen eine übermächtige CSU im Gremium war. Erst in der letzten Legislaturperiode, in der keine Partei über eine Mehrheit verfügte, mussten parteiübergreifende Mehrheiten gefunden werden. Durch eine konstruktive Zusammenarbeit, vor allem mit dem amtierenden Bürgermeister, sowie den Fraktionen der CSU und Freien Wähler, wurden so vernünftige Entscheidungen im Sinne Mitterteichs getroffen“, sagte Brandl. Der 67-jährige berichtete von einem absoluten Vertrauensverhältnis zwischen Bürgermeister Stefan Grillmeier und ihm, was sich auch in der Arbeitsaufteilung widerspiegelt. „Diskussionen wurden stets sachlich und auf Augenhöhe geführt“, sagte Brandl. Wörtlich sagte er weiter, „Vertrauen bedeutet auch Zutrauen in eine Zuverlässigkeit und die Fähigkeit in das Amt, dies alles ist gegeben. Sicherlich beruht vieles auf Kompromissen, aber nur so funktioniert gelebte Demokratie“. Brandl machte deutlich, „dies alles ist nur möglich, weil keine Partei im Stadtrat über eine eigene Mehrheit verfügt und wir so zur Zusammenarbeit aufgerufen sind“. Brandl listete kurz die Erfolge der vergangenen sechs Jahre im Stadtrat auf, wo die SPD entscheidend mitwirkte. Als größte Erfolge nannte er den Kindergartenneubau, die Anteile der Stadt Mitterteich beim Kauf des Schloss Fockenfeld, sowie die Ansiedlungen neuer Unternehmen in der Stadt. Ähnlich wie CSU-Bürgermeister Stefan Grillmeier war ihm die Finanzsituation der Stadt wichtig. „Wir haben 11.371 Millionen Euro Rücklagen, bei einem Schuldenstand von 4,652 Millionen Euro“. Auf die Kandidatenliste eingehend sagte Brandl, „wir möchten in Zukunft personell gestärkt im Stadtrat vertreten sein. Unsere Kandidaten zeigt einen hervorragenden Querschnitt durch die Bevölkerung“. Bislang ist die SPD im Stadtrat mit vier Stadträten vertreten. Gemeinsam wollen die Sozialdemokraten in den nächsten Wochen das Wahlprogramm ausarbeiten. Hohe Priorität hat dabei die Ausarbeitung einer Prioritätenliste, nach der die Ortsstraßen saniert werden müssen. Abschließend kündigte Brandl einen sachbezogenen Wahlkampf an, der mit Respekt vor dem politischen Gegner hart aber fair geführt wird. „Unser Ziel ist es, dass die absolute Mehrheit der CSU gebrochen bleibt und wir wieder zweitstärkste Kraft werden“, sagte er abschließend. Im Anschluss stellten sich die Kandidaten einzeln vor, ehe unter der Wahlleitung der ehemaligen Stadträtin Angelika Müller die Wahl über die vorgegebene Liste geheim stattfand. An der Wahl nahmen zwanzig Wahlberechtigte teil, stille Beobachter waren weitere etwa 15 Gäste. Interessant, dass alle vier aktuellen Stadträte sich erneut für den Stadtrat bewerben. Die Kandidatenliste wurden von den SPD-Mitgliedern einstimmig genehmigt. Hier die Kandidaten der SPD Mitterteich in der Reihenfolge: 1. Johann Brandl, 2. Andrea Lugert, 3. Gerhard Greim, 4. Kristin Möbius, 5. Manfred Sommer, 6. Anja Spreckels, 7. Matthias Dumler, 8. Birgit Härtl, 9. Karl-Heinz Gleißner, 10. Johannes Brandl, 11. Christian Kölbl, 12. Matthias Betzl, 13. Daniel Müller, 14. Jens Becker, 15. Thomas Hoffmann, 16. Siegfried Betzl, 17. Werner Hankl, 18. Klaus Hammer, 19, Joachim Vogl und 20. Ute Haibach. Ersatzkandidat ist Friedel Henkelmann. SPD-Kreisvorsitzender Uli Roth zeigte sich von den Kandidaten und deren Präsentation begeistert. „Ihr deckt mir euren Kandidaten die komplette Vielfalt der Gesellschaft ab“, lobte Roth, der der Mitterteicher SPD bescheinigte, dass sie vor Ort hervorragende Arbeit leisten. Gleichwohl bat er die Genossen um Geschlossenheit „und bitte mobilisiert möglichst viele Wählerinnen und Wähler“. 

Bild 9055 – Mit diesen Kandidaten geht der SPD-Ortsverband Mitterteich in die anstehende Kommunalwahl am 8. März. Erklärtes Ziel ist es, wieder die zweitstärkste Kraft auf Kommunalebene zu werden. Mit dabei sind (sitzend von links) Fraktionsvorsitzender Gerhard Greim. Birgit Härtl, Andrea Lugert, Ute Haibach und 2. Bürgermeister Johann Brandl. Stehend (von links) Kreisvorsitzender Uli Roth, Siegfried Betzl, Matthias Dumler, Joachim Vogl, Thomas Hoffmann, Daniel Müller, Matthias Betzl, Johannes Brandl, Werner Hankl, Anja Spreckels, Kristin Möbius, Klaus Hammer, Manfred Sommer, Friedel Henkelmann und Karl-Heinz Gleißner. (jr)

                                                                                                                   Bild. jr

 

 

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