Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher Bayern-SPD will Eigenverantwortung der Kommunen stärken
Die bayerischen Sozialdemokraten wollen mit dem Motto „Das Land ins Gleichgewicht bringen“ den Regierungswechsel im Freistaat erreichen.
Bei einem „Wirtshausgespräch“ in der Zoiglstube Lugert in Mitterteich (Kreis Tirschenreuth) schwor Markus Rinderspacher die Nordoberpfälzer Genossen auf die heiße Wahlkampfphase ein. Dabei stellte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion die Themen Energiewende, Finanzen und schulische Versorgung in den Mittelpunkt.
„Den Regionen wird zu wenig Geld gegeben“, lenkte der Oppositionsführer den Blick auf die seiner Meinung nach zu zentralistische Struktur in Bayern. Die Eigenverantwortung der Kommunen müsste gestärkt werden und „dies fängt beim Geld an“.
Auch im Bereich der schulischen Versorgung sah der 43-Jährige Defizite. Das dreistufige Schulsystem sei mittlerweile überholt. Daher plädierte er für Gemeinschaftsschulen. „Wir wollen die Schulen vor Ort haben. Und dies ist ein Konzept, das Schulsterben zu bremsen.“ 80 Prozent für Windkraft Die dezentrale Energieversorgung bezeichnete Rinderspacher als große Chance für den ländlichen Raum.
Den Vorschlag Seehofers zu den Abständen zwischen Windräder und Siedlungen kritisierte er scharf: „Dann wird in Zukunft keine einzige Windkraftanlage in Bayern stehen.“ 80 Prozent der Menschen im Freistaat würden Windenergie wollen. Berthold Kellner, SPD-Landtagskandidat, erhoffte sich von der Energiewende die Möglichkeit, Arbeitsplätze in strukturschwächeren Räumen zu schaffen. „Dies Jobs können helfen, dass weniger Bürger wegziehen.“
aus der Neue Tag, Text: rti