„Sonntagsreden helfen nicht“

Veröffentlicht am 12.03.2012 in Allgemein

Stellvertretende SPD-Landesvorsitzende fordert in Mitterteich Taten ein – Demo für Atomausstieg
Fast fühlte man sich wie auf einem Festival, so bunt gemischt war das Publikum am Sonntagnachmittag. Doch der Hintergrund war ganz und gar nicht fröhlich: Ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima wollten Atomkraft-Gegner aus ganz Nordbayern ein deutliches Signal setzen.
Die erwarteten 1500 Teilnehmer waren es wohl nicht, doch auch mit den geschätzten rund 800 und bis 1000 Demonstranten waren die Veranstalter ganz zufrieden. Jung und Alt, Kinder und Senioren marschierten von der Marktredwitzer Straße in Mitterteich zur Großkundgebung am Unteren Markt. „Fukushima ist überall – stoppt Temelin“ hieß das Motto.

Ausgestattet mit Trillerpfeifen machten die Teilnehmer ihren Unmut über die Atomkraft Luft. Als der Demonstrationszug an der Christuskirche vorbeimarschierte, läuteten dort die Kirchenglocken. Am Marktplatz empfing die Band „Maggies Farmers“ die Demonstranten. Begrüßt wurden die Gäste von Heidrun Schelzke-Deubzer (Grünen Kreisverband Tirschenreuth) und ihrer Wunsiedler Kollegin Brigitte Artmann. Ein „dobry den“ galt den Gästen aus Tschechien.
SPD-Ortsvorsitzender Johann Brandl zeigte sich über die Vielfalt der Demonstranten begeistert. „Die Leute kommen aus allen möglichen Vereinen und Organisationen, also mitten aus dem Leben.“ Brandl sprach von einer machtvollen Demonstration, der größten seit Jahrzehnten in Mitterteich. „Die moderne Technologie macht uns Angst“, sagte Petr Nemec von den Grünen aus Karlsbad, worauf die Menge lautstark „Abschalten, Abschalten, Abschalten...“ skandierte. „Erneuerbare Energien sind unsere Zukunft, nicht neue Reaktoren“, so Nemec.
SPD-Vorstandsmitglied Barbara Lugert stimmte mit einer kurzen Geschichte auf eine Schweigeminute für die Opfer von Fukushima ein und kündigte an, solange zu demonstrieren, bis das letzte Atomkraftwerk auf dieser Welt verschwunden sei.
„Atomkraft hat versagt.“ Martin Bursik, ehemaliger Umweltminister und Vizepremier in Tschechien, verurteilte die Atomkraft in einem vereinten Europa und bedauerte, dass es in Tschechien keine Debatte gegen Atomkraft gebe. Bezüglich Atomkraft seien viele Menschen weltweit einfach unbelehrbar. „Wir brauchen erneuerbare Energien und Energieeffizienz.“ Bursik bekannte, dass er sich Sorgen um sein Land mache, sollte die Atompolitik so bleiben.
Stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Annette Karl zeigte sich überzeugt, „dass wir in Europa keine Atomkraft brauchen. Das geht sauberer und ohne Strahlung.“ Fukushima habe gezeigt, dass diese Technik für Menschen nicht beherrschbar sei. „Wir brauchen keine Atomkraftwerke – und zwar nirgendwo.“ Die schwarzgelben Bundes- und Landesregierungen forderte sie auf, endlich den vereinbarten Atomausstieg auch in die Tat umzusetzen, „Sonntagsreden helfen uns hier nicht weiter.“ Kritik übte sie an Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, dieser kürzt die Zuschüsse für Solarenergie, anstatt endlich Taten folgen zu lassen. „Kämpfen wir alle gemeinsam weiter für ein atomkraftfreies Europa.“
Dieter Janecek, Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, betonte unter dem Jubel der Zuhörer: „Wir wollen raus aus der Atomenergie, hinein in erneuerbare Energien.“
Weitere Redner waren Uwe Hiksch (Naturfreunde Deutschland), Udo Benker-Wienands (Bund Naturschutz Hof ) und Grünen-MdB Uwe Kekeritz aus Nürnberg.

Bericht: Der Neue Tag, Josef Rosner
Bild: Döhler

 

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