SPD-Fraktion besucht Ebnath: Immobiliensituation und demographischer Wandel

Veröffentlicht am 15.09.2014 in Kreistagsfraktion

Die SPD-Kreisräte mit Bürgermeister Manfred Kratzer (rechts)

Auf Einladung des neu gewählten Bürgermeisters Manfred Kratzer besuchte die SPD-Kreistagsfraktion um Fraktionsvorsitzenden Rainer Fischer die Gemeinde Ebnath. Im Mittelpunkt der Ortsführung durch den Bürgermeister stand das stark sanierungsbedürftige "Alte Schulhaus", das momentan als Ausstellungsraum für ein örtliches Möbelhaus und Lager für einen Bestatter dient. Im Sitzungssaal des Rathauses erläuterte der Bürgermeister den aufmerksam zuhörenden Kreisräten seine Ideen für eine künftige Nutzung des Schulhauses. Er ging in seinen Ausführungen auch auf die Ergebnisse einer Untersuchung zur Immobiliensituation in Ebnath durch das Institut agira ein.
Demnach müsse man mit 20% Einwohnerverlust in den kommenden Jahren rechnen, mit vielen Wegzügen gerade jüngerer Leute, vielen Leerständen und allgemein sinkenden Immobilienpreisen. Um hier gegenzusteuern brauche man ein Leerstandskataster, um den Ist-Zustand und die nach Prognosen erwartbaren Leerstände zügig zu erfassen und dann rechtzeitig mit Vermarktungskonzepten reagieren zu können. Kratzer kritisierte manche Stimme örtlicher Mandatsträger, die mit ihren Aussagen zu einer schlechten Zukunftsprognose der Gemeinde eher einen Bärendienst erweisen würden. Er werde sich vielmehr dafür einsetzen, die Vorzüge unserer Region besser und positiver besetzt zu verkaufen. Als Beispiele zählte er die hohe Lebensqualität bei vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten als Vorzüge auf, auf die es überregional aufmerksam zu machen gelte. Ebnath verfüge mit einem Bäcker, zwei Ärzten und verschiedenen Geschäften noch immer über eine ansprechende Infrastruktur. Außerdem sei ein reges und vielfältiges Vereins- und Gesellschaftsleben vorhanden, wo für Jeden ein passendes Angebot dabei sein könne.

Kratzer betonte, dass er sich von der Zusammenarbeit in der Steinwald-Allianz und dem gerade laufenden Demographie-Projekt wertvolle Impulse für konkret umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Situation erwarte. In jedem Fall benötige Ebnath - wie viele andere Kommunen auch - Hilfen durch verschiedene finanzielle Förderungen, sei es durch die Städtebauförderung oder über Fördertöpfe für regionale Entwicklungsmaßnahmen. Demnächst werde sich der Gemeinderat verstärkt mit Umnutzungskonzepten für verschiedene Immobilien beschäftigen müssen.
Als politische Forderungen und Konsequenzen, die auch von den SPD-Kreisräten in der regen Diskussion als Lösungsansätze aufgezeigt und mitgetragen würden, sei beispielsweise eine Verdopplung der Abschreibungsrate von zwei auf vier Prozent genannt, wobei gerade beim innerörtlichen Wohnungsbau die Sanierung von Bestand vor Neubau gehen sollte.
Fraktionsvorsitzender Rainer Fischer dankte Manfred Kratzer für die Einladung nach Ebnath und die informative Stunde zur Immobiliensituation in der Gemeinde und sagte seine volle Unterstützung über die Kreis-SPD zu.

Zum Bild (v.l.n.r.): die SPD-Kreisräte Günther König, Jutta Deiml, Fraktionssprecher Rainer Fischer, Brigitte Scharf, Uli Roth, Sibylle Bayer, Hans Brandl, Alfred Schuster, Hannelore Bienlein-Holl und Bürgermeister Manfred Kratzer

 

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