Verabschiedung von Marlene Arnold

Veröffentlicht am 19.05.2019 in Senioren

Laudatio des OV-Vorsitzenden Johann Brandl zur Verabschiedung von Marlene Arnold am 16.05.2019

Liebe Marlene,

es ist mir eine besondere Ehre Dir heute im Namen der Sozialdemokratie zu danken. Als ich Deine Biographie gelesen habe, war ich erstmal baff. Ich musste mir die einzelnen Stationen im wahrsten Sinne des Wortes gedanklich vor Augen führen. Ein großer Dank gebührt in diesem Zusammenhang unserem Karl-Heinz Gleißner, der mir bei der Zusammentragung der einzelnen Stationen maßgeblich behilflich war. Eingangs habe ich mich nämlich nur mit Deinem Ehrenamt als Seniorenbeauftragte befasst. Als wir genauer hinsahen, mussten wir ganz schön tief in die Annalen zurückgehen. Du und Dein unbeschreibliches soziales Engagement sucht seinesgleichen. Nahezu Dein ganzes Leben hast Du Dich Betreuungsaufgaben für sozial Schwache und sozial schwächer gestellte Bevölkerungskreise aufgeopfert.

Liebe Marlene, ich glaubte es erst gar nicht, doch Du warst zusammen mit unserer Else Gennari Gründerin der AsF (Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen) im Jahr 1962 unter dem damaligen Bürgermeister Robert Lindig. Ihr hattet Euch zusammen mit Euren Mitstreiterinnen zur Aufgabe gemacht, Betreuungsaufgaben für das SOS Kinderdorf Immenreuth und das Kinderheim Waldsassen zu übernehmen. Am 30.11.1979, um 17.00 Uhr, kam es dann im Gasthof „Scharfes Eck“ zur Gründungsversammlung des Senioren-Clubs der Mitterteicher SPD. Der damalige Ortsvereinsvorsitzende Alfred Grillmeier betonte in seiner Rede, dass der Seniorenclub der Mitterteicher SPD zu einer Interessengemeinschaft betagter Mitbürgerinnen  und Mitbürger werden möge, die allen interessierten Personen offen stehe. Dabei sollte der Seniorenclub zu einer Gemeinschaft werden, die Initiativen entwickle und sich selbst trage. Zu den Aufgaben sollte die Pflege der Geselligkeit, die Information, die Teilnahme am örtlichen Geschehen und die politische Einflussnahme gehören, da die älteren politisch interessierten Bürger über einen enormen Erfahrungsschatz verfügten, der für die tägliche Arbeit im kommunalen Bereich äußerst wertvoll sei. Für die SPD-Stadtratsfraktion betonte Günter Grünig, dass der SPD-Seniorenclub nicht die Absicht hege, mit der Altenstube der Stadt in Konkurrenz zu treten. Er wolle auch nicht von caritativen Einrichtungen bedient werden, sondern selbst Aktivitäten entwickeln und verwirklichen.

Marlene, Du warst bei all Deinem Engagement nie bestrebt, Dich in den Vordergrund zu stellen. Im Gegenteil, Du warst über viele Jahrzehnte immer an der Seite von Else Gennari als Stellvertreterin aktiv. Als dann im Januar 2005 unsere allseits geschätzte Else Gennari verstarb, übernahmst du Verantwortung und tratest an die erste Stelle. Ab diesem Zeitpunkt bis heute leitest Du verantwortlich den Seniorenclub.

Leider stößt Du nun aus gesundheitlichen Gründen an Deine Grenzen, was die Fortführung des Amtes als Vorsitzende unmöglich macht. Ich spreche Dir heute meinen ausdrücklichen Respekt für Deinen sozialdemokratischen Geist aus, der Dich nie zweifeln ließ und Dich durch Höhen und Tiefen der Sozialdemokratie führte. Wie die Fortführung Deiner beispielhaften Arbeit für die Zukunft aussehen wird, kann ich momentan nicht sagen, aber wir arbeiten daran. Es wird sicherlich eine Weiterführung geben, wenngleich sich konzeptionell etwas ändern wird. Der Seniorenclub feiert in diesem Jahr 40jähriges Bestehen. So eine bewährte Tradition darf man nicht aufgeben.

Aus Dankbarkeit für Dein Ehrenamt von mehr als 55 Jahren darf ich Dir heute, liebe Marlene, eine kleine Anerkennung des SPD-OV Mitterteich, die Ehrenamtsnadel und den Ehrenbrief der SPD, unterschrieben von der Parteivorsitzenden Andrea Nahles und dem OV-Vorsitzenden Johann Brandl, überreichen.

 

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