"Wo GVO drin ist, muss GVO drauf stehen"

Veröffentlicht am 04.05.2010 in Europa

Umweltausschuss für mehr Verbraucherschutz bei Klonfleisch und GVO
Der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit hat heute über den Vorschlag der Kommission zu Neuartigen Lebensmitteln abgestimmt. „Das Ergebnis ist ein großer Fortschritt für den Verbraucherschutz", beobachtet der SPD-Europaabgeordnete Ismail Ertug, stellvertretendes Mitglied des
Agrarausschusses, die Entscheidung seiner Kollegen wohlwollend „Die
Mitgliedstaaten waren schon immer zu langsam bei der Risikoerforschung und genauen Beobachtung von neuen Technologien", kritisiert Ertug, "und dass sie unliebsame Entscheidungen gern auf die lange Bank schieben, hat sich zuletzt bei der Gen-Kartoffel "Amflora" gezeigt."

Die Abgeordneten beschlossen konkrete Zulassungsbedingungen von Nanomaterialen in Lebensmitteln. "Nanomaterialen dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Sicherheit nachgewiesen ist", unterstreicht Ismail Ertug. Außerdem wurde eine Kennzeichnungspflicht für Nanomaterialien verabschiedet.
Klonfleisch bleibt verboten
Besonders erfreut zeigte sich der gebürtige Amberger außerdem über das beschlossene Verbot von Klonfleisch. „Es gibt keinerlei gesellschaftliche Akzeptanz dafür, den Ertrag durch das Klonen von Tieren zu erhöhen", bestätigt Ertug. „Wir leben nicht in einer Notsituation, wo Schafe, Schweine oder Kühe mehr Ertrag bringen
müssten. Das Klonen ist überflüssig und außerdem ethisch nicht vertretbar," mahnt Ismail Ertug.
Etikett für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel
Ein weiterer Kernpunkt der Diskussionen war auch der Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO). "Freilich muss die Forderung weiter bestehen, GVO klar zu kennzeichnen", betont Ismail Ertug, "wo GVO drin ist, muss GVO drauf stehen",fordert Ertug die Mindestvoraussetzung für "mündige Verbraucher". Die Abgeordneten
stimmten mehrheitlich für eine klare Kennzeichnung von Lebensmitteln, die von mit gentechnisch veränderten Organismen gefütterten Tieren stammen. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das bei Tieren technisch nachweisbar sein wird", erklärt Ertug.
Ministerrat ist langsam und von gestern
"Wie immer ist der Ministerrat bei der Sicherheit von Lebensmitteln rückwärts gewandt“, kritisiert der Parlamentarier das ablehnende Verhalten der Mitgliedstaaten. „Nur ganz kurz, zu Hochzeiten der BSE-Krise, als sie von Angst über den Absatz ihrer Märkte geplagt waren, haben die Mitgliedstaaten vernünftig gehandelt.“ „Sonst“, so Ismail Ertug abschließend, „muss das verbraucherfreundliche Parlament sie immer vor sich hertreiben“.

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