Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen wählt mit Antonius Galla neuen Unterbezirksvorsitzenden

Veröffentlicht am 03.03.2013 in Arbeitsgemeinschaften

Vorstand der afa im Unterbezirk Weiden-Neustadt-Tirschenreuth

Antonius Galla ist der neue Vorsitzende des Unterbezirks der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA). „Die Schröder-Clement-Zeit ist vorbei. Jetzt lohnt es sich wieder, sich für Arbeitnehmer einzusetzen“, sagte der Bezirksvorsitzende aus Regensburg, Peter Sturm,der die AfA im Aufwind sieht.

„Die soziale Kompetenz ist in der SPD beheimatet“, unterstrich SPD-Bundestagskandidat Uli Grötsch. „Wir brauchen eine Politik, die einen Kompass hat.“ Grötsch, der für die Rente mit 65 eintritt, sagte: „Ich finde es toll, dass wir uns von unserem alten Rentenkonzept wieder verabschiedet haben.“ Er spreche sich für die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung aus. „Wir müssen uns an eine Grundrente wagen, die ihren Namen Grundrente verdient.“

MdL Annette Karl bezeichnete die AfA als die wichtigste Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD. „Wir haben echte Chancen“, sagte sie. „Von einem Regierungswechsel in Bayern trennen uns nur vier Prozent. Und dies ist in sechs Monaten zu packen.“ Denn Bayern brauche den Regierungswechsel dringend.
Gute Arbeit schaffen
Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt in Bayern floriere. „Aber wie sind die Arbeitsbedingungen?Wie geht es den Menschen?“ Sozial sei nicht, was Arbeit schaffe, sondern was gute Arbeit schaffe. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 13,7 Prozent. Zwischen 2000 und 2011 sanken die Bruttolöhne um vier Prozent, aber Niedriglohnsektor und Teilzeitbeschäftigung wuchsen. „Es ist vor allem auch die SPD gewesen, die einen großen Anteil hatte, an dieser Situation. Aber inzwischen ist in der Partei Einsicht eingekehrt.“ Die atypische Beschäftigung verdränge die Stammbeschäftigung. 70 Prozent aller Minijobber seien weiblich. Karl forderte klare Regeln bei Zeit- und Leiharbeit sowie gleiche Löhne für gleiche Arbeit. Außerdem eine zeitliche Begrenzung von maximal einem Jahr.
Altersarmut befürchtet
Außerdem verlangte die Landtagsabgeordnete von Politik und Wirtschaft, endlich mit der Ausweitung von Werkverträgen aufzuhören, also nach Arbeitsabläufen zu zahlen. „In einigen Schlachthöfen arbeiten bereits 90 Prozent der Beschäftigten nach Werkverträgen. Das führt zur Altersarmut.“
„Wir fordern die Abschaffung von grundlos befristeten Arbeitsverträgen und Scheinwerksverträgen und eine gerechtere Verteilung von Arbeit.“ Und dabei sollte der Staat Vorreiter sein. Für Minijobber fordere
die SPD eine Begrenzung der Wochenarbeitszeit auf zwölf Stunden, für junge Menschen Anspruch auf Berufsausbildung und eine staatliche Mindestvergütung bei Praktika von 350 Euro.
Die Unterbezirkskonferenz wählten Ulla Albert und Wolfgang Lubig zu stellvertretenden Vorsitzenden. Josef Bock, Gerhard Dollhopf, Barbara Fastner, Helmut Fiedler, Maximilian Gilch, Uli Grötsch, Marek Prygiel, Karlheinz Winter, Jürgen Feldmann und Klaus Schuster wurden Beisitzer.

aus Der Neue Tag, Text uz, Bild kunz

 

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